Erhöhe Deine Qualität

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Wir wollen zwei Dinge, um uns optimal zu versorgen:

  • Unserem Körper das geben, was er braucht
  • Das rauslassen, was ihn belastet

Qualität betrifft beide Punkte. Eine höhere Qualität Deiner Lebensmittel bedeutet, dass Du auf der einen Seite mehr wertvolle Nährstoffe erhältst, auf der anderen Seite weniger Giftstoffe und Nährstoffräuber aufnimmst. Deshalb erhöhe in diesem Level auch die Qualität Deiner Lebensmittel.

Doch wie erkennt man Qualität? Ist Bio Qualität? Und wo solltest Du starten? Das sehen wir uns heute an.

Ist Bio besser?

Früher war alles Bio - von Natur aus. Dann kam die Industrialisierung, alles musste maschinell und möglichst effizient gehen. In diesem Zuge wurden auch unsere Lebensmittel "industrialisiert". Es begann die Massentierhaltung und die Qualität der Lebensmittel wurde immer schlechter. Doch warum wollen Menschen gute Lebensmittel, aber die Industrie verkauft uns dennoch schlechte?

Hierzu gibt es ein kleines Wörtchen, das für Konzerne heilig ist. Es nennt sich "Informationsdefizit". Mit der Industrialisierung begann auch die Entfremdung. Man wusste plötzlich nicht mehr wer, wo und wie ein Produkt herstellt. Früher hatte man noch beim Nachbarn eingekauft und wusste ganz genau, wie ein Produkt hergestellt wurde. Plötzlich gab es eine "Informationslücke". Wir Verbraucher müssen glauben, was Konzerne uns erzählen. Dieses Informationsdefizit ist die mit Abstand beste Möglichkeit, um Gewinn zu erwirtschaften. Man nimmt ein Produkt für 30ct., erzählt uns Verbrauchern einen vom Pferd, erklärt es wäre 90ct. wert und verkauft es, weil man so nett ist, für nur 1€.

Jetzt kommt das riesige Problem: Bei Lebensmitteln fällt es am wenigsten auf, wenn Hersteller an der Qualität sparen. Ein MacBook kann in Asien produziert werden und es ist dennoch hochwertig. Flugzeuge erfüllen Qualitätsstandards, weil es schnell auffällt, wenn nicht. Und so weiter. Bei Lebensmitteln dagegen fällt es nicht auf. Lebensmittel wirken langfristig - Nährstoffe kann man nicht sehen, Giftstoffe nicht schmecken und die Auswirkungen von schlechter Qualität merkt man oft erst Jahre oder Jahrzehnte später.

Deshalb nutzen Lebensmittelkonzerne die Informationslücke besonders gerne aus. Sie halten Kühe unter schlechtesten Bedingungen und füttern sie mit billigstem Kraftfutter, aber packen dann ein kleines süßes Bärchen mit einem Milchkännchen auf ihre Milchtüten, verdoppeln den Preis und täuschen uns Verbrauchern Qualität vor. Dasselbe gilt bei Obst und Gemüse: Poliert glänzt der Apfel im Obstkasten, wunderschöne Farben und in der Werbung sieht man, wie der Bauer seine Äpfel streichelt, küsst und selbst pflückt. In der Realität werden sie mit einem Cocktail aus Pestiziden bespritzt, der unsere Zellen angreift und unsere DNA verstümmelt.

Bio ist das erste Siegel, das ein bisschen Ordnung ins Chaos der Lebensmittelindustrie bringt und uns Verbrauchern etwas Sicherheit verschafft.

Ist Bio eine hundertprozentige Sicherheit für Qualität? Nein. Gibt es auch hier schwarze Schafe, die das Bio-Siegel ausnutzen? Selbstverständlich. Ist alles perfekt? Sicher nicht. Aber Bio ist ein Zeichen in die richtige Richtung. Und eines ist Fakt: Die Wahrscheinlichkeit, dass Du gute Qualität erhältst, ist bei Bio-Produkten um eine Vielfaches höher als bei konventionellen. Natürlich gibt es auch hier Ausreißer. Aber in der Summe und im Durchschnitt, bieten Bio-Lebensmittel eine höhere Qualität - mit Abstand!

So wurde bei rund 81% der konventionell produzierten Frischware Pestizidrückstände gefunden. Bei Bio war der Wert genau umgekehrt: In 87% der Fälle waren keine Pestizide mehr nachweisbar. Die Chance auf Qualität ist also um ein Vielfaches höher. Obendrauf bietet Bio-Obst und Gemüse im Durchschnitt rund 50% mehr Nährstoffe. Bei Tieren ist es noch extremer, hier finden wir zum Teil einen Unterschied von über 90%. Da ist ein doppelt so hoher Preis mehr als gerechtfertigt. Beziehungsweise andersherum: Selbst der niedrige Preis von Billig-Lebensmitteln ist meistens nicht gerechtfertigt.

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Bio oder Vertrauen?

Bio ist nicht nötig, wenn Du einen Hersteller hast, dem Du vertraust. Ich kenne Landwirte ohne Bio-Zertifikat, die zehnmal bessere Qualität liefern als Bio. Wenn Du also einen Bauern oder Metzger Deines Vertrauens hast, ist das fantastisch und Gold wert. Leider kommen nur die wenigsten von uns in den Genuss. Die Idee vom Markt oder direkt vom Bauern zu kaufen ist meistens eher Show und bietet nur selten Mehrwert. Doch es lohnt sich ins Gespräch zu gehen und nachzufragen - manchmal findet man doch Menschen, die zeigen, dass ihre Kühe fast ausschließlich Gras fressen oder bei denen man weiß, dass sie ihr Gemüse kaum bespritzen, sondern auf Hand- und Maschinenarbeit setzen.

Auch ist es in manchen Ländern noch völlig normal, dass Rinder oder Schafe auf einer Weide stehen. Da braucht es kein Siegel. Bekannt ist hier die prominente Kerrygold-Butter. In Deutschland hat zum Beispiel Berchtesgadener Land gezeigt, dass man auch ohne Bio-Siegel gute Werte erreichen kann und Glyphosat zu verweigern.

Vertrauen schlägt Siegel um Welten: Es ist fantastisch, wenn Du Landwirte persönlich kennst, die auf Qualität wert legen.

Es gibt eine Kehrseite von Bio. Nr. 1 ist, dass jedes Siegel erstmal bürokratischen Aufwand bedeutet. Wenn Du also einen Landwirt hast, der ohne Siegel Qualität liefert, kommt das für Euch beide günstiger. Nr. 2 ist, dass es auch hier schwarze Schafe gibt. Discounter zum Beispiel wälzen alle Kosten auf die Landwirte ab, wodurch diese Produkte schon rein moralisch ein komisches Gefühl hinterlassen. Aber noch wichtiger ist Nr. 3: Das Bio-Siegel ist nunmal noch lange nicht perfekt.

Die Richtlinien für Bio sind viel zu niedrig und lasch - vor allem bei tierischen Produkten. Bio bedeutet zum Beispiel nicht, dass Kühe Gras fressen dürfen. Es bedeutet auch nicht, dass Tiere automatisch Auslauf bekommen. Beim herkömmlichen Bio-Siegel ist noch nicht mal Gentechnik völlig ausgeschlossen, sondern eben nur zum größten Teil. Bauern dürfen Bio- und konventionelle Felder direkt nebeneinander bewirtschaften und und und. Es gibt also noch viel zu tun.

Wenn Du beste Qualität möchtest, dann kannst Du auf folgende weitere Punkte achten, idealerweise zusätzlich zum Bio-Siegel:

1) Regional

Ja, regional ist tatsächlich besser als aus dem Ausland. Bio aus China zum Beispiel ist eine Farce. Afrika und Südamerika sind gemischt und undurchsichtig - Produkte aus diesen Regionen bieten manchmal tolle Qualität, manchmal aber auch nicht. Bei regionalen Produkten dagegen gelten strengere Richtlinien - das gilt sowohl für Deutschland als auch für die Niederlande.

2) Artgerechte Tierhaltung: Grasfütterung

Bio sagt nichts über artgerechte Tierhaltung aus. Gerade bei Milchprodukten macht die Fütterung einen entscheidenden Unterschied. Leider sind Begriffe wie Heumilch, Alpenmilch oder ähnliche nicht geschützt (von artgerechter Fütterung spricht jeder). Deshalb sollten Milchprodukte idealerweise sowohl "bio" als auch "Heumilch" oder eine ähnliche Bezeichnung beinhalten.

3) Verbände mit besseren Regeln, z.B.: Bioland, Naturland, Demeter, Bio Bayern

Zudem gibt es Verbände, die auf strengere Regeln achten. Hierzu zählt zum Beispiel Demeter. Der Qualitätssprung ist nochmal enorm, der Unterschied im Preis ist dagegen oft gar nicht so groß.

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Wie Du clever Prioritäten setzt

Das Optimum ist Bio-Verband, regional und grasgefüttert - uiuiui, ganz schön viel. An dieser Stelle fragt sich der ein oder andere von Euch sicher "aber wie soll ich mir das alles leisten können?"

Gute Frage. Meine Antwort, wie immer: Schritt für Schritt und indem Du Prioritäten setzt.

Natürlich läuft auch etwas falsch, dass wir uns, in einem der reichsten Länder der Welt, keine "normalen" Lebensmittel mehr leisten können. Aber das ist eine andere Geschichte. Wir fangen einfach bei den wichtigsten Lebensmitteln an und arbeiten uns dann langsam vor - in Deinem Tempo, so wie es für Dich passt. Du musst nicht von heute auf morgen alles auf optimale Qualität umstellen.

Was hat also die größte Priorität? Her eine grobe Faustregel zum Start:

Fette haben die höchste Priorität, achte hier immer auf bestmögliche Qualität. Danach folgen tierische Produkte. Die niedrigste Priorität haben pflanzliche Produkte.

Tierische Lebensmittel sollten meiner Meinung nach - wenn möglich - immer aus artgerechter Tierhaltung stammen, nicht nur aus moralischen, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen. Bei Fischen ist es das Gleiche. Obwohl Fische aus Wildfang einer anderen Belastung ausgesetzt sind. Deshalb haben sowohl Fische aus Wildfang, als auch aus ökologischen Aquakulturen, ihre Berechtigung - keines ist automatisch besser oder schlechter, obwohl der Geschmack unterschiedlich ist. (Übrigens klingt "Aquakultur" etwas negativ, kann aber schlichtweg ein Teich sein.) Tierische Lebensmittel aus Asien würde ich strikt meiden.

Bei pflanzlichen Lebensmitteln gibt es wiederum große Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten. Wir können pflanzliche Sorten also nochmal unterschiedlich priorisieren, wenn Du Dir etwas Bio leisten kannst, aber (noch) nicht zu 100%. In diesem Fall greife bei stärker belasteten Sorten zu Bio und bei weniger belasteten zu konventionellem Anbau. Getreide, Soja, Kaffee, Tee, Äpfel und Beeren haben zum Beispiel eine hohe Priorität, Bananen, Pilze und Avocados dagegen eine niedrigere.

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Tendenziell weniger belastet
- Bio hat niedrigere Priorität -

  • Bananen (Dom. Rep.)
  • Ananas
  • Zwiebeln
  • Avocados
  • Mangos
  • Kiwis
  • Kaki
  • Paprika
  • Brokkoli
  • Blumenkohl
  • Champignons
  • Granatäpfel
  • Lychees
  • Spinat
  • Spargel

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Tendenziell stärker belastet
- Bio hat Priorität -

  • Alle tierischen Produkte
  • Getreide und Soja
  • Kaffee, Tee
  • Salate
  • Äpfel
  • Birnen
  • Kirschen
  • Beeren, Erdbeeren, etc.
  • Papayas
  • Limetten
  • Orangen
  • Clementinen
  • Nektarinen
  • Pfirsiche
  • Trauben
  • Karotten
  • Bohnen

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Vertrauenswürdige Milchmarken:

  • Kerrygold
  • Berchtesgadener Land
  • Andechser

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Kommt bei mir nicht in die Tüte:

  • Weihenstephan
  • Müller
  • Danone
  • Bärenmarke
  • Landliebe
  • Zott
  • Ehrmann

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Erhöhe die Qualität Deiner Lebensmittel

Beginne mit der höchsten Priorität, bei Deinen Fetten. Und arbeite Dich dann Schritt für Schritt voran - in Deinem Tempo und so weit wie für Dich möglich. Genieße Deine Lebensmittel mit hoher Qualität, sie sind etwas Besonderes.

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Viel Spaß bei der Umsetzung! Sobald Du Deine Küche transformiert und ein paar Mahlzeiten nach unserem gesunden Baukasten gekocht hast, bist Du bereit für Level 4).

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